Ausstellungsbeginn

Sonntag, 21. Februar 2010, 16.00 Uhr im Café am Räuschenberg (Flugplatz in Brenkhausen).

Die Ausstellung dauert bis zum 21. März 2010 und ist in den Öffnungszeiten des Café zu besichtigen: Dienstag bis Freitags von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstags von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr und Sonntags von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Telefonisch ist das Café unter der neuen Nummer 05271 - 6849172 zu erreichen.

Tingatinga

Edward Saidi Tingatinga (1932-1972) hat diese Art von afrikanischer Kunst vor rund 38 Jahren entwickelt. Dabei handelt es sich um gemalte Tiere und Menschen im Stil von Karikaturen. Die häufigsten Sujets sind, wilde Tiere, die in Afrika lebten, der Kilimanjaro, Fische, Blumen, Bäume, aber auch Menschen. Aufgrund der grossen Nachfrage vergrösserte er sein Atelier und unterrichtete zu Beginn 5 Studenten.

Über Generationen gab es Lehrer, die den Schülern diese Art von afrikanischer Kunst beibrachten. Die Bilder dieser Ausstellung im Stil von Tingatinga kommen alle aus Dar es Salaam, Tansania, von der Tingatinga Arts Cooperativ Society (Oyster Bay). Hört man auf die Kenner dieser Szene, so ist diese Malerei eine Form von Kunst, bezeichnet  als naive Kunst, meist modernen Ursprungs, ausgedrückt durch die Spontanität der einzelnen Künstler. Die Gemeinschaft dieser Künstler, eine kollektive Form, gibt es sonst nirgends auf der Welt, sie ist einzigartig und nur in Tansania anzutreffen.

Kinderhilfswerk Tuwapende watoto (Kisuaheli: wir lieben Kinder)

Tuwapende Watoto ist ein Kinderhilfswerk in Dar es Salaam, Tansania und wurde von einer Schweizerin gegründet. Das Kinderheim ist für mindestens 12 Halb- oder Vollwaisen ausgelegt., welche 24 Stunden betreut werden. Es soll ihnen ein Zuhause geben, sowie den Schulbesuch bis zur Berufsausbildung ermöglichen. Es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, um benachteiligten Kindern ihre Zukunft langfristig zu sichern. Ernährung, Gesundheit, Geborgenheit, Bildung, Eigenverantwortung und Selbständigkeit sind die Schwerpunkte dieses Projektes. In der Zwischenzeit hat ein Umzug des Kinderheims stattgefunden. Es wurde ein neues Haus, dem Zweck entsprechend umgebaut und bezogen. Dieses ist im Moment gemietet und kostet im Monat 500 US Dollar. Dieses Geld entspricht etwa den Kosten der Schule für alle Kinder. Des Weiteren besteht immer die Unsicherheit einer Erhöhung der Miete oder der Auflösung des Mietverhältnisses. Aufgrund dieser Tatsache ist es von Vorteil, dieses Haus zu erwerben, was schlussendlich die laufenden Kosten massiv senkt und dem Kinderheim die nötige Sicherheit bringt.

Wie kommen Höxter und das Café am Räuschenberg ins Spiel?

Gegründet wurde das Kinderhilfswerk Tuwapende watoto 2004 von der Schweizerin Monica Brunner, einer Stewardess der damaligen Swiss Air, heute nur noch Swiss. Josef Gockel, ein gebürtiger Höxteraner, der auf dem Flugplatz in Brenkhausen seine ersten Schritte in Richtung Fliegerei unternahm, ist heute Pilot bei der TUI Air. Im letzten Jahr flog er im Auftrag der Swiss - die seit 2004 quasi per Luftbrücke das Kinderheim in Tansania versorgt - die Route nach Dar es Salaam und lernte auf einem dieser Flüge Monica Brunner kennen. Seitdem ist auch er stark mit diesem Kinderhilfsprojekt verbunden. In seiner Freizeit kommt Josef Gockel häufig zu dem Flugplatz am Räuschenberg, um mit seinem Kleinstflieger ein paar Runden zu drehen. So lernte er Andreas Otto, den Betreiber des Cafés am Räuschenberg, kennen. Die beiden beschlossen, eine Ausstellung zu organisieren. Der Verkauf der Bilder kommt in vollem Umfang dem Kinderheim in Tansania zugute.

So kommt der Brückenschlag zwischen hauptsächlich aus der Schweiz organisierten Unterstützung für das Kinderheim und Höxter / dem Café am Räuschenberg zustande.